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Dethleffs e.home Coco – mit E-Mobilität in Richtung Zukunft unterwegs

Dethleffs e.home Coco – mit E-Mobilität in Richtung Zukunft unterwegs

Endlich ist er da, der Prototyp eines elektrisch getriebenen Caravans. Auch wenn es noch etwas dauert, bis der Caravan allen zur Verfügung steht, die nächsten Schritte hin zur Serienreife sind getan. Bereits im vorigen Jahr hat der Allgäuer Hersteller Dethleffs seine Visionen in puncto E-Mobilität bei Reisemobilen präsentiert. Nun ist der Hersteller seinen Träumen vom “Reiseziel Zukunft” wieder ein Stück näher gekommen.

E-Mobilität – mehr Nachhaltigkeit und Freiheit für Abenteurer

Noch lange ist nicht alles in Sack und Tüten beim Thema E-Mobilität der Freizeitbranche. Elektrische Antriebe sind schon bei Autos nicht leicht umzusetzen. Noch höhere Anforderungen stellt allerdings ein Wohnmobil oder Wohnwagen an die neue Technologie. Eine davon ist ein angemessener Preis, eine andere eine ausreichend große Reichweite. Dazu kommt die zusätzliche Ladezeit für die Aufbaubatterie des E-Wohnmobils. Ausreichend Bewegungsfreiheit ist also noch nicht garantiert. Davor müssen noch viele Kriterien erfüllt werden. Daher ist es auch recht ruhig geworden um die Studie des auf dem Caravan Salon vor zwei Jahren vorgestellten elektrischen Wohnmobil von Dethleffs.

Der e.home Coco ist im Kommen

Anders beim e.home coco. Letztes Jahr noch als Studie vorgestellt, bringt Dethleffs zum diesjährigen Caravan Salon einen funktionstüchtigen Prototypen des aktiven Wohnautos mit.

Damit rückt das Thema E-Mobilität bei Wohnwagen in greifbare Nähe. Ein Caravan mit Elektromobilität verspricht eine spannende Zukunft. Gegenüber konventionellen Antrieben hat es einen großen Vorteil: Es wäre zum ersten Mal möglich, dass auch kleine Autos einen schweren Wohnwagen ziehen können. Oder eben Elektroautos.

Warum muss es ein E-Caravan sein?

Der oben genannte Grund ist einer von vielen, die für ein Elektro-Wohnmobil sprechen. An erster Stelle steht dabei Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Nicht nur, dass der Elektroantrieb des e.home Coco sich positiv auf das Fahrverhalten auswirkt. Die verbaute Photovoltaik-Anlage auf dem Dach soll als mobiler Stromspeicher nutzbar werden.

Aber auch die praktische Seite spricht für die E-Mobilität bei Campern und Caravans. Eine Batterie, mit der man alles betreiben könnte – das wäre genial. Ein Antrieb, der sich beim Bergabfahren wieder auflädt. Oder eben die Sonne nutzt. Das wäre doch perfekt.

Dazu kommen vermutlich vergleichsweise geringe Kosten. Zumindest die Sprit- und Gaskosten ließen sich deutlich reduzieren.

Was ist am e.home Coco anders?

Ganz vereinfacht auf den Punkt gebracht: der e-home Coco von Dethleffs hat einen Elektroantrieb. Der Wohnwagen ist von einem einfachen Anhänger zu einem selbst angetriebenen Wohnwagen mutiert. Aus dem passiven Anhänger ist ein aktives Wohnauto geworden.

Ausgestattet ist der e.home Coco mit Hochleistungsbatterien, zwei Elektromotoren, einer zentralen Antriebseinheit und einer intelligenten Steuerungselektronik.

Das Besondere am e.home Coco ist das Zugentlastungsmodul. Dieses Modul steuert die beiden Antriebsmotoren so, dass sich die Last des Anhängers im Kupplungskopf des Zugfahrzeugs auf einen definierten Wert reduziert. Dadurch wird es möglich, dass auch kleinere PKWs einen Wohnanhänger ziehen können, der über der zulässigen Anhängelast des PKW liegt. Und so ist mit einer Kombination aus E-Auto und E-Wohnwagen eine größere Reichweite zu erzielen.

Ein weiterer Pluspunkt: über eine radindividuelle Leistungsverteilung kann die Fahrsicherheit des Wohnwagens erhöht werden. Dabei werden über eine zentrale Steuereinheit alle fahrdynamischen Daten ausgewertet. So wird die Antriebseinheit der Räder individuell gesteuert. Erste Simulationen haben einen positiven Effekt beim Fahrverhalten und gegen ein gefährliches Aufschaukeln des Anhängers gezeigt.

Bonuspunkt: durch die Antriebseinheit kann der Caravan punktgenau rangieren. Selbst 360° Drehungen sind möglich. Der e.home Coco ist sozusagen sein eigener Mover.

Auf Herz und Nieren getestet

Mit dem e.home Coco geht Dethleffs einen wichtigen Schritt in die Zukunft der Reisemobile. Da es bisher nicht Vergleichbares gab und gibt, ist eine ausgiebige Testphase das A und O. Auch an vergleichbaren Sicherheitsnormen fehlt es deshalb. Dethleffs orientiert sich daher an den Sicherheitsnormen der Autoindustrie – und die sind hoch. Den Höhepunkt der Sicherheitstests soll eine Fahrt über die Alpen im Jahr 2020 bilden.

Aber auch andere wichtigen Fragen müssen vor der endgültigen Serienfertigung noch geklärt werden.

  • Wie wird es mit der Zulassung? Denn ein Fahrzeugkategorie für selbstangetriebene Anhänger gibt es bisher nicht.
  • Wie sieht es mit dem Thema Führerschein aus? Wird für den Anhänger ein spezieller Führerschein benötigt oder nicht?

Die Möglichkeiten sind unendlich.

Das e.home Coco nicht einfach nur ein elektro-betriebener Wohnwagen ist, zeigen die Gedankenspiele des Herstellers deutlich. Ebenso, dass dies nicht unmöglich oder das Ende der Visionen ist. Der Wohnwagen könnte als mobiler Stromspeicher fungieren. Auf reisen aber durch die Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage eben auch dann, wenn der Anhänger nicht auf Reisen ist.

Das Thema ist also unglaublich komplex und lässt noch viel Freiraum für neue Ideen.

Fotos: (c) CamperStyle

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